Sonntag, 28. Dezember 2008

Sondertilgung Baufinanzierung

In den meisten Fällen bieten Kreditinstitute die Möglichkeit, innerhalb einer Baufinanzierung auch zusätzlich zu tilgen. Zu besonderen Terminen kann eine solche Sondertilgung vorgenommen werden, um den Schuldenberg schneller abzubauen. Einige Geldgeber bieten einen kostenfreie Sondertilgungsmöglichkeit, während andere mitunter erhebliche Aufschläge dafür verlangen, insbesondere, wenn es sich um höhere Summen handelt.

Wer seine Baufinanzierung wasserdicht machen will, muss bereits beim Vertragsabschluss auf diese Konditionen achten, denn kann in naher Zukunft mit höheren „Zusatzeinnahmen“ gerechnet werden, weil beispielsweise ein Vertrag fällig wird oder eine größere Erbschaft ansteht, sollten Überlegungen voran gehen, vielleicht einen Teil des Baukredits mit einer deutlich kürzeren Zinsbindung auszustatten. Dann sind vielfach günstige Konditionen drin.
Die beste Form, alle Möglichkeiten effizient auszuschöpfen ist das Kombidarlehen. Bis zu 50 Prozent der Darlehenssumme können dann variabel verzinst aufgenommen werden, um es jederzeit zurück zahlen zu können. Der andere Teil kann planungssicher mit einem herkömmlichen Annuitätendarlehen vereinbart werden. Somit ist klar, dass die Kombination dieser Darlehensvariante aus einem Amortisations- oder Annuitätendarlehen und einem Sondertigungsdarlehen besteht.
Doch wo liegen die Vorteile dieser Kombination? Das Pus liegt nachweislich in der flexiblen monatlichen Sondertilgungsmöglichkeit und der Teilnahme an Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank. Wer will, kann jederzeit das Produkt in eine längerfristige Zinsbindung umwandeln lassen, was die Planungssicherheit erhöht.
Doch eignet sich das Konbidarlehen in erster Linie für denjenigen, der auch wirklich mit zusätzlichen Einnahmen neben dem festen Monatseinkommen rechnen kann.

Samstag, 20. Dezember 2008

Optimale Gestaltung der Immobilienfinanzierung

Im gestrigen Blogpost über die Finanzierung von Immobilien, die als Kapitalanlage dienen, wurde kritisiert, dass viele Kapitalanleger nicht genügend Zeit zur optimalen Gestaltung ihrer Immobilienfinanzierung aufbringen. Unter anderem wurde auf die Wahl eines falschen Tilgungssatzes hingewiesen – ein Faktor, dessen Bedeutung leider viel zu oft unterschätzt wird. In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung dem Tilgungssatz tatsächlich zukommt und worauf es bei der Wahl ankommt.

Beim Grossteil aller Immobilienfinanzierungen wird ein Tilgungssatz in Höhe von einem Prozent vereinbart. Die meisten Darlehensnehmer können sich mit dieser Tilgungshöhe sehr gut anfreunden, schließlich fällt sie vergleichsweise gering aus und sorgt somit für eine niedrige Finanzierungsbelastung.

Oftmals wird völlig unterschätzt, dass die Wahl eines solch niedrigen Zinssatzes einen sehr langsamen Abtrag der Restschuld zur Folge hat. Gerade in der Anfangszeit wird die Restschuld in den ersten Jahren jeweils um lediglich ein Prozent verringert, was beim aktuellen Zinsniveau zu einer Tilgungsdauer von etwa 35 bis 40 Jahren führt. Allerdings gibt es kaum einen Darlehensnehmer, der so lange tilgen möchte.

Daher ist es besser, eine höhere Tilgung zu vereinbaren. Selbst wenn die Erhöhung nur minimal ausfällt, sind die Folgen gravierend: Eine Erhöhung um 0,5 Prozent auf 1,5 Prozent verkürzt die Gesamtlaufzeit der Finanzierung um etwa sieben Jahre. Bei einem Tilgungssatz von zwei Prozent, wird sie nochmals um weitere fünf Jahre verkürzt. Obwohl sich die Finanzierungsrate durch die Wahl eines höheren Tilgungssatzes nur relativ geringfügig erhöht, lässt sich die Finanzierungsdauer erheblich verkürzen, was für den Darlehensnehmer zur Folge hat, dass sein Darlehen mehrere Jahre früher zurückgezahlt ist und ihm mehrere tausend Euro an Zinszahlungen erspart bleiben.

Freitag, 12. Dezember 2008

Hausbau Finanzieren ohne Schufa

Da es sich bei der Baufinanzierung meist um eine große Finanzierung handelt, bzw. große Kreditsummen aufgenommen werden müssen, um eine Baufinanzierung durchzuführen, ist es im Normalfall nicht möglich, eine Baufinanzierung ohne Schufa zu erhalten.

Bei bestimmten Voraussetzungen kann es in seltenen Fällen dennoch möglich sein, eine Baufinanzierung auch ohne Schufa bzw. mit schlechter Bonität durchzuführen. Hierzu ist es jedoch notwendig, ein pfändbares Einkommen in gewisser Höhe zu besitzen.

Da es beim Schweizer Kredit bzw. in der Schweiz andere Richtlinien für die Kreditvergabe gibt, ist es möglich, durch dieses Eninkommen und eine Immobilie mit hohem Wert (als Sicherheit) evtl. eine Baufinanzierung ohne Schufa zu erhalten. Auch das Währungsrisiko (Schweizer Franken) sollte hierbei beachtet werden.

Bevor man sich über eine Baufinanzierung ohne Schufa informiert, sollte eine Schufa-Selbstauskunft eingeholt werden, um über die eigene Bonität informiert zu sein. Bevor man also ein evtl. teures Darlehen aus der Schweiz für die Baufinanzierung nützt, sollte man bedenken, dass Schufa-Einträge auch gelöscht werden. Evtl. sollte man diese Löschung abwarten, und danach eine der Möglichkeiten der Baufinanzierung mit Schufa nützen, die auch zu günstigeren Konditionen bzw. mit geringeren Risiken verbunden sind.